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Der erweiterte Stadtsenat befasste sich mit dem aktuellen Stand des Straßenbahnbauprojekts.
Der erweiterte Stadtsenat befasste sich mit dem aktuellen Stand des Straßenbahnbauprojekts.

Themen des Stadtsenats vom 04. Februar 2015

 

Regionalbahn: Information des erweiterten Stadtsenats

Der erweiterte Stadtsenat erhielt heute eine umfangreiche Information über den aktuellen Stand des Straßenbahnbauprojekts. So befindet sich das Großprojekt sowohl im genehmigten Budgetrahmen von 395,66 Millionen Euro als auch im Zeitrahmen. Laufend finden Informationsveranstaltungen für die Bevölkerung statt, wie erst vergangene Woche am Innrain. Insgesamt 73 Grundstücke wurden für den Bau von den IVB erworben.

Bürgermeisterin Mag.a Christine Oppitz-Plörer zeigte sich mit dem Ablauf sehr zufrieden: „Dieses Großprojekt wird hochprofessionell umgesetzt. Innsbruck wird in infrastruktureller Hinsicht zukunftsfit gemacht. Alle Bürgerinnen und Bürger werden davon profitieren, wenn die Wohn-, Einkaufs- und Arbeitsplatzgebiete viel effizienter, bequemer und umweltfreundlicher erschlossen werden.“

Am 19. März wird ein neuer Zwischenbericht inklusive Visualisierungen dem Gemeinderat vorgestellt. (Hierzu wird es noch eine Presseinformation vorab geben).

Fakten zur Regionalbahn:

  • Streckenlänge Neubau Stadtgebiet: 11,92 km

  • davon bereits fertiggestellt: 3,68 km

  • Neubau bis Völs: 1,83 km

  • Neubau bis Rum: 1,33 km

  • Bestand Linie 1 und 3: 9 km

  • Investitionsvolumen € 395,66 Mio. (inkl. Wertsicherung bis 2020).

  • davon € 92,01Mio Straßenbahnfahrzeuge und € 303,65 Mio. Infrastruktur

  • Finanzierung durch die Stadt Innsbruck: 210,00 Mio.

  • Anteilige Finanzierung innerstädtisch (gemeinsam genützte Strecke von Tram und Regionalbahn): 1/3 Land Tirol, 2/3 Stadt Innsbruck, innerstädtisch (Strecke, auf der nur die Tram fährt): 100 % Stadt Innsbruck, außerstädtisch: zu 100 % Land Tirol

  • Streckenverlauf von Völs über die Technik, durch das Zentrum von Innsbruck (Anichstraße – Salurner Straße – Hauptbahnhof), weiter ins Olympische Dorf bis nach Rum.

 Die Tram/Regionalbahn ersetzt im Endausbau vollständig die Busse der Linie O. Dadurch werden die IVB 17 Busse einsparen können.

 Streckenführung Tram/Regionalbahn:

Die Route der Tram/Regionalbahn folgt nicht in erster Linie dem Anspruch einer möglichst direkten und raschen Verbindung zwischen dem Innsbrucker Osten und dem Innsbrucker Westen. Sie orientiert sich primär an den dicht besiedelten Bereichen der Stadt, um möglichst nahe an den Menschen zu sein. Die neue Tram führt durch die bevölkerungsstarken Stadtteile Hötting West/Höttinger Au, Wilten, Pradl und Reichenau/Olympisches Dorf und verbindet große Wohngebiete und Firmen sowie stark frequentierte Bildungsstätten. Im Einzugsgebiet befinden sich die technische Universität im Westen, die Medizin-Uni, die Juristische und Geisteswissenschaftliche Fakultät im Zentrum, sowie die Sozial- und Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät. Das Ziel ist, dass möglichst viele Menschen die neue Tramlinie schlussendlich auch nutzen können.

Nächste Bauabschnitte:

In der Kranebitter Allee beginnen Mitte Februar die Arbeiten zur Errichtung der neuen Landstraße südlich der derzeit bestehenden Allee. Es erfolgen Straßen- und Gleisbauarbeiten in den Kreuzungsbereichen Kranebitter Allee/Fischerhäuslweg/Vögelebichl und Kranebitter Allee/Technikerstraße. Außerdem erfolgt die Errichtung eines neuen Brückentragwerks Vögelebichl. Ende März erfolgen schließlich Straßen- und Gleisbauarbeiten zwischen der Kreuzung Kranebitter Allee/Technikerstraße und Technikerstraße/Viktor-Franz-Hess-Straße, wodurch für die Technikerstraße ab der Viktor-Franz-Hess-Straße eine Einbahnregelung Richtung Innenstadt gilt. Anfang April werden die Gleisbauarbeiten dann zwischen Luis-Zuegg-Straße und Peerhofstraße fortgesetzt. Sowohl im Bereich der Kranebitter Allee, als auch in der Karl-Innerebner-Straße und der Peerhofstraße finden im Zuge der Arbeiten der IVB auch Leitungsarbeiten unter anderem für Kanal, Wasser, Strom, Gas und UPC statt.

 

Umweltpreis der Stadt Innsbruck

Umweltschutz und Nachhaltigkeit sind Themen, die von der Innsbrucker Stadtregierung verstärkt gefördert werden. Unter diesem Aspekt steht auch das neue Konzept zum „Innsbrucker Umweltpreis – neu“, das dem Stadtsenat zur Kenntnisnahme vorlag. Die Vergaberichtlinien des Umweltpreises, welcher bereits seit 1989 jährlich verliehen wird, wurden novelliert. Ein Vergleich mit den Umweltpreisen anderer Hauptstädte, die Behandlung im Ausschuss für Umwelt, Energie und Mobilität sowie eingelangte Stellungnahmen der Gemeinderatsklubs Für Innsbruck, Grüne, SPÖ und ÖVP bildeten die Basis für das neue Konzept. Dieses sieht vor, den „Umweltpreis der Stadt Innsbruck“ künftig alle zwei Jahre zu vergeben. Damit werden herausragende Projekte und Konzepte auf dem Gebiet des Umweltschutzes ausgezeichnet, die Verleihung soll in den drei Kategorien „SchülerInnen und Jugend“, „Privatpersonen und Vereine“ sowie „Unternehmen und Institutionen“ erfolgen. Zudem werden Preisgelder ausgeschüttet. Über die einzelne Summe je PreisträgerIn entscheidet ein beschlussfassendes Gremium.

„Nach mehr als 25 Jahren war eine Novelle des Umweltpreises erforderlich. Ich freue mich sehr über die Neugestaltung – die überarbeiteten Richtlinien und der nunmehr zweijährige Vergaberhythmus entsprechen einem zeitgemäßen Konzept, von dem alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer in Zukunft erheblich profitieren werden“, ist sich Vizebürgermeisterin Mag.a Sonja Pitscheider sicher.

Die Öffentlichkeit und die lokalen Medien werden in das neue Konzept von Beginn an mit eingebunden: Sowohl die Ausschreibung des Umweltpreises als auch die Namen der jeweiligen PreisträgerInnen werden im städtischen Mitteilungsblatt „Innsbruck informiert“ und auf der Homepage der Stadt Innsbruck veröffentlicht.

Der Stadtsenat nahm das neue Konzept für den Umweltpreis und die Vergabe im Zwei-Jahres-Intervall einstimmig zustimmend zur Kenntnis und übergab es in weiterer Folge zur Beschussfassung an den Gemeinderat. Der Preis für das Jahr 2015 wird noch nach den allseits bekannten Richtlinien abgewickelt.

 

Benennung des Parks an der Franz-Greiter-Promenade

Im September vergangenen Jahres hat sich der Stadtsenat einstimmig für eine Neugestaltung der öffentlichen Parkanlage an der Franz-Greiter-Promenade ausgesprochen. Am geplanten Standort östlich des Hans-Psenner-Stegs entsteht ein Denkmal, das an die Täuferbewegung unter Leitung von Jakob im 16. Jahrhundert erinnern soll. Die Gestaltung des Platzes erfolgt durch die Innsbrucker Künstlerin Verena Paula Simeoni.

Da die Parkanlage bisher namenlos blieb, ersucht der Hutterer Arbeitskreis Tirol & Südtirol, die Grünfläche künftig offiziell als „Huttererpark“ zu bezeichnen. Nachdem sich der Kulturausschuss bereits im Dezember einstimmig dafür ausgesprochen hat, stimmte der Stadtsenat der Namensgebung einstimmig zu und leitete den Antrag zur Beschlussfassung an den Gemeinderat weiter.

 

Achensee: Preisanpassung Wassersport Saison 2015

Der Achensee ist als Naherholungsgebiet bei InnsbruckerInnen und Gästen gleichermaßen beliebt. Ein umfangreiches Aktivitätenprogramm bietet speziell in den Sommermonaten Unterhaltung für Groß und Klein. Insbesondere für Wassersportarten wie Segeln, Kiten, Surfen und Tauchen ist der Achensee hervorragend geeignet.

Um die Monats- und Saisonpreise für diese Sportarten an den aktuellen Verbraucherpreisindex (VPI) anzupassen, wurden für die Saison 2015 neue Preise veranschlagt. Die monatlichen Kosten für KiterInnen, SeglerInnen, SurferInnen und TaucherInnen belaufen sich nunmehr auf 15,00 Euro, für die ganze Saison 35,00 Euro (inkl. USt.). Die Gebühr für Bojen kostet 240,00 Euro, Segelclubs erhalten diese zum ermäßigten Preis von 195,00 Euro.

Vizebürgermeister Christoph Kaufmann weiß: „Wir wollen dieses beliebte Naherholungsgebiet möglichst vielen Besucherinnen und Besuchern zugänglich machen. Im österreichweiten Vergleich sind die Preise für Wassersport-Aktivitäten am Achensee sehr moderat.“

Der Stadtsenat stimmte der Preisanpassung einstimmig zu. Diese gilt für längstens drei Jahre, sofern der Verbraucherpreisindex nicht schon früher um 5 Prozent im Vergleich zum Ausgangswert steigt.

 

Plonergasse: Zusatz- und Ergänzungstafel

Die Plonergasse im Stadtteil Amras wurde nach dem Komponisten Eduard Ploner benannt. Nach einem Gutachten des Instituts für Musikwissenschaft der Universität Innsbruck zur Rolle des Komponisten im NS-Staat hat sich der Kulturausschuss mit der Thematik auseinandergesetzt. In weiterer Folge hat sich der Ausschuss gegen die Umbenennung der Straße und für die Anbringung einer Zusatztafel entschieden. Der Text für die Tafel wurde von Gutachter Dr. Kurt Drexel und Stadtarchiv/Stadtmuseum-Leiter DDr. Lukas Morscher verfasst und soll lauten:

„Josef Eduard Ploner war Nationalsozialist, Antisemit und Rasseforscher. Diese Geisteshaltung floss, laut wissenschaftlichen Forschungen, auch nach 1945 in seine Kompositionen und Texte ein.“

Des Weiteren wird eine Ergänzungstafel angebracht, die darauf hinweisen soll, dass die Stadt Innsbruck sich bewusst dazu entschieden hat, „Straßennamen belasteter Personen nicht zu ändern, sondern ihre Taten und Haltungen zu benennen.“  Der Stadtsenat übergab den Antrag einstimmig zur Beschlussfassung an den Gemeinderat.

 

Förderung von öffentlichen Privatbüchereien

In Innsbruck befinden sich neben der Stadtbücherei zahlreiche öffentliche Privatbüchereien, die im Jahr 2015 eine Förderung erhalten werden. Der Vorschlagsentwurf zur Aufteilung der Förderung wurde vom Gemeinderat im Dezember 2014 genehmigt. Durch die Förderung können die Bibliotheken in den Stadtteilen einen aktuellen Buch- und Medienbestand anbieten, Leseförderungsprojekte und Veranstaltungen durchführen. Der Stadtsenat stimmte dem vorliegenden Amtsvorschlag über die Aufteilung des Förderbeitrags 2015 für öffentliche Privatbüchereien einstimmig zu.

Büchereien sind wichtige Räume der sozialen Begegnung und liefern einen wertvollen Beitrag zur Kulturarbeit. Bereits im März stehen zum zehnten Mal die Aktionswochen der Innsbrucker Stadtteilbüchereien bevor. Hierzu wird es noch eine eigene Information der Bevölkerung geben.

 

Neugestaltung „Grünzug Gutshofweg“

Im April stimmte der Stadtsenat der Neugestaltung der öffentlichen Grünfläche „Grünzug Gutshofweg“ zu, insgesamt werden 6.500 Quadratmeter neu gestaltet. Dabei wird die Parkanlage als offene, zeitgemäße Anlage für alle Altersgruppen mit unterschiedlichen Nutzungsmöglichkeiten entwickelt. Die Wegeführungen und Erholungsbereiche werden behindertengerecht und barrierefrei ausgeführt. Ruhebereiche mit entsprechender Möblierung und einer großzügigen Spiellandschaft sorgen für Entspannung.

Nach einem Vergabeverfahren wurde der Billigstbieter mit der Umsetzung des Projektes betraut. Den Großteil der Kosten übernimmt die Stadt Innsbruck, die Kosten für die Beleuchtung der Fußwege erfolgt durch die Innsbrucker Kommunalbetriebe AG. (MIR/KS)

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