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Sondergemeinderat zur möglichen Vermögensverschiebung zwischen der Innsbrucker Immobiliengesellschaft (IIG) und der Neuen Heimat Tirol (NHT).
IIG-Wohnungen: Seriöse Vorsorge statt Panikmache
Mietverträge bleiben unverändert – IIG bleibt Rückgrat kommunaler Infrastruktur
Angesichts sinkender Ertragsanteile und gleichzeitig steigender Kosten durch vom Bund und Land übertragene Aufgaben prüft die Stadt Innsbruck alle seriösen Optionen, um die Stadtfinanzen nachhaltig abzusichern. Bürgermeister Johannes Anzengruber betont dabei die klare Haltung der Koalition: Eigentum bleibt öffentlich, soziale Sicherheit hat oberste Priorität.
„Ab 2027 stehen wir vor spürbaren finanziellen Herausforderungen. Wegschauen wäre verantwortungslos – wir müssen heute seriös vorsorgen“, so Bürgermeister Anzengruber. Dabei geht es nicht um Verkäufe an Private, sondern ausschließlich um mögliche Vermögensverschiebungen innerhalb des öffentlichen Sektors, etwa zwischen der Innsbrucker Immobiliengesellschaft (IIG) und der Neuen Heimat Tirol (NHT).
Umschichtung innerhalb gemeinnütziger Beteiligungen
„Es geht um Umschichtungen innerhalb der öffentlichen Hand – nicht um den Ausverkauf städtischen Eigentums“, stellt Anzengruber einmal mehr klar. Der immer wieder erhobene Vorwurf des „Familiensilber-Verscherbelns“ entbehre laut Anzengruber jeder Grundlage. Die IIG verfügt über ein Vermögen von rund 1,13 Milliarden Euro und verzeichnet jährlich einen Wertzuwachs von etwa 20 Millionen Euro. Diskutiert wird lediglich eine Verschiebung von 0,7 Prozent dieses Vermögens.
„Von Panikmache halte ich nichts. Fakten zählen – und die sprechen eine klare, nüchterne Sprache“, hält der Bürgermeister fest. Auch budgetär wird verantwortungsvoll agiert: Während frühere Budgets von 2025 bis 2030 noch 72 Millionen Euro aus Grundstücksveräußerungen vorgesehen hatten, hat die aktuelle Koalition diesen Betrag auf 44 Millionen Euro reduziert. „Wir haben die geplanten Veräußerungen deutlich gesenkt. Das ist das Gegenteil von Verscherbeln.“
Garantierte Sicherheit für die Mieter:innen
Für Mieter:innen bringt das neue Modell keinerlei Nachteile. Alle Mietverträge und Konditionen bleiben unverändert, die Wohnungen bleiben städtische Wohnungen, die Vergabe weiterhin bei der Stadt Innsbruck. Bürgermeister Anzengruber: „Für die Mieterinnen und Mieter ändert sich nichts – weder beim Vertrag noch beim Mietpreis. Das ist garantiert.“
Die IIG bleibt mit rund 6.400 Wohnungen, Schulen, Kindergärten und Amtsgebäuden das Herzstück des Stadtkonzerns: „Die IIG bleibt zu 100 Prozent im Eigentum der Stadt und das Rückgrat unserer kommunalen Infrastruktur“, so Bürgermeister Anzengruber und richtet seinen klaren Appell an die politische Debatte: „Innsbruck braucht Sachlichkeit statt Schlagworte. Wir stehen für Transparenz, soziale Verantwortung und eine solide Finanzpolitik.“
Rückfragehinweis:
Büro Bürgermeister Ing. Mag. Johannes Anzengruber, BSc
Mag.a Andrea Salzburger
Telefon: +43 699 1810 1805
E-Mail: andrea.salzburger@innsbruck.gv.at

