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Projekt ERTEBAT

Patenschaften für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge in Tirol

Das Projekt ertebat der Plattform Asyl – FÜR MENSCHEN RECHTE unterstützt in Tirol untergebrachte unbegleitete minderjährige Flüchtlinge im Alter zwischen 14 und 18 (bzw. längstens 21) Jahren mit dem Aufbau einer Patenschaft zum Zwecke der Ergänzung ihres Freizeitprogramms.

 

Der Begriff ertebat ist Dari und bedeutet Verbindung. Kern des Projektes ist die Bildung von Freundschaften und Netzwerken zwischen Pat*innen und jungen Flüchtlingen durch gemeinsame Unternehmungen. Im Land Tirol untergebrachten jungen Flüchtlingen soll die Chance geboten werden, Menschen kennenzulernen, die in Tirol ansässig und gut vernetzt sind und die sich für die Anliegen von Flüchtlingen interessieren. Die Pat*innen erhalten ihrerseits einen Einblick in das Thema Asyl und die reale Situation von unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen. Das Patenschaftsprojekt möchte zu einer positiven Wahrnehmung junger Menschen mit Fluchtbiographie und deren Unterbringungseinrichtungen in den Gemeinden beitragen sowie den Abbau von Vorurteilen fördern. Um tragfähige, auf gegenseitigem Respekt beruhende, freundschaftliche Beziehungen zu ermöglichen, werden geeignete Pat*innen für das Projekt ausgewählt, geschult und bei der Bildung ihrer Verbindung mit dem Jugendlichen begleitet.

 

„Ertebat“ goes Fulpmes! Nicht nur für Jugendliche im BIWAK des SOS-Kinderdorfs in Hall, im yo!vita des Roten Kreuzes in Fiecht oder den beiden Einrichtungen der TSD in Absam und Scharnitz, sondern neu auch im Stubaital suchen wir Pat*innen, die Zeit und Engagement schenken möchten und mit einem unbegleiteten minderjährigen Flüchtling Freizeit gestalten und Freundschaft aufbauen wollen.

 

Wie werde ich Pate oder Patin?

Pat*innen nehmen eine zentrale Funktion in der Patenschaft wahr, da sie auf die Jugendlichen zugehen und in der Beziehung zu ihnen die aktive Rolle innehaben. Als Pat*innen kommen Privatpersonen ab einem Mindestalter von 24 Jahren in Frage oder, bei unterschreiten dieses Alters und Vorliegen einer besonderen Eignung, auch jüngere Menschen. Pat*innen sollten die Bereitschaft mitbringen, in regelmäßigen Abständen (ca. einmal pro Woche zwei bis drei Stunden) und über einen längeren Zeitraum (auf etwa zwei Jahre) mit den Jugendlichen gemeinsame Freizeitaktivitäten zu unternehmen. Patenschaften können sehr divers sein – mit jungen bis hin zu älteren Pat*innen, mit Einzelpersonen über Paare bis hin zu Familien, von Aktivitäten im Freien über Kreatives bis hin zu Kulturellem, von engen Beziehungen bis hin zu einzelnen Treffen. Die Häufigkeit sowie Form der Patenschaft wird individuell gestaltet und hängt stark von den Bedürfnissen der Jugendlichen ab. Vorbereitend und begleitend für Patinnen und Paten sind im Ablauf des Projekts verschiedene Schritte gesetzt:

 

Projektablauf

  1. Informationsabende
  2. Einzelgespräche
  3. Einführungsworkshop für Pat*innen (vier Abende)
  4. Vermittlung und Kreative Vorstellung
  5. Rahmenvereinbarung für Pat*innen
  6. Erstes Treffen zwischen Jugendliche und Pat*innen
  7. Austauschtreffen für Pat*innen (4x im Jahr)

 

Möchten Sie Pate oder Patin werden?

Haben Sie Fragen?

 

Dann nehmen Sie Kontakt auf mit:

Dipl. Gem.päd. Jutta Binder

Bürgerstraße 21, 6020 Innsbruck

T: 0681/10750557

E: j.binder@plattform-asyl.eu

 

Oder kommen Sie zum Informationsabend am Dienstag, den 20. Februar um 19:00 Uhr im Stadteilzentrum der ISD Wilten, Liebeneggstr. 2a